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| "Berner Zeitung" 11.11.2008 |
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| Im Spiezer Lötschbergsaal gastierte das Berner Musikkollegium. Es gelang den Liebhabermusikern mit vielen Bläsern und einem abwechslungsreichen und farbigen Programm, die Zuhörenden zu begeistern. Unter der Leitung von David Schwarb brachte das Orchester Brahms' Akademische Ouvertüre und eine erquickende Berner Erstaufführung der «Afro-American Symphony» zu Gehör. Dass der swingende Rhythmus des Blues den Ausführenden auf der vollbesetzten Bühne sichtlich Spass machte, widerspiegelte sich im lockeren Spiel und in den entspannten Gesichtern. Im Zentrum stand das Klarinettenkonzert Nr. 1 f-Moll von Carl Maria von Weber und Darius Milhauds «Scaramouche» für Klarinette und Orchester. Die Solistin überzeugte mit selbstsicherem Auftreten, einfühlsamer Interpretation, Leichtigkeit und grosser Ausstrahlung. Sie bewies Können und animierte das Orchester zum freudvollen Musizieren. |
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Sibelius, Nielsen, Grieg
"Der Bund" Montag, 25.03.2006 |
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Der steile Qualitätsaufstieg des Berner Musikkollegiums unter der befeuernden Leitung des hochbegabten Nachwuchs-dirigenten David Schwarb hat sich im jüngsten Konzert des ambitionierten Ensembles eindrucksvoll fortgesetzt: Die Streichergruppen haben (mit Daniela Ianos-Lätsch an der Spitze) zu intonations-sicherer Verfugung gefunden, und die Holz- und Blechbläser, wie auch der Paukist befinden sich auf dem besten Wege, professionelle Standards zu erreichen.
Auch das Programm mit Musik aus dem europäischen Norden wusste zu begeistern: Nach der wohlbekannten «Finlandia» von
Jean Sibelius, die zu Recht als inoffizielle Nationalhymne Finnlands gilt, führte das virtuose Flötenkonzert von Carl Nielsen in die
Bereiche des Übergangs von der Spätromantik zum Expressionismus – ein wertvolles, viel zu selten gespieltes Beispiel dänischer
Schöpferkraft. Und zum Finale erklang dann noch die lange (vom Komponisten) unter Verschluss gehaltene Sinfonie in c-Moll des kaum 20-jährigen Edward Grieg, die bei aller ungestümen Jugendlichkeit immer wieder geniale Züge in der melodischen und in der rhythmischen Erfindung aufweist.
Die Wiedergaben der drei Werke durch das Berner Musikkollegium erfüllten viele Wünsche: Da wurde durchwegs präzise, flexibel und subtil nuanciert gestaltet; da wurden die Partiturvorschriften mit bemerkenswert sicherem Einsatz ver-wirklicht. Zwei junge Schweizer Musiker sorgten für den Glanz aussergewöhnlich hochwertiger Darbietungen. Dem künstle-rischen Leiter David Schwarb gelang es, seine Helferinnen und Helfer mit mitreis-sender Zeichengebung zu optimaler Leis-tung zu motivieren. Darüber hinaus fand er den seelischen Zugang zu den Zeugnissen der nordischen Musikkultur und bestätigte sich damit als ein
Spitzentalent der nach-drängenden Dirigentengeneration.
Kein Lob ist zu hoch gegriffen für den Solo-Flötisten Kaspar Zehnder, der das ausser-ordentlich schwierige Nielsen-Konzert spieltechnisch meisterhaft bewältigte, über-legen differenzierte und seinem Instrument ein breites Spektrum an ausdrucksinten-siven Klangfarben entlockte. (-tt-) |
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Schubert,
Bruch, Gade
"Der Bund" 29.03.2004 |
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....
Der von David Schwarb dirigierte Klangkörper vermochte
die Intensität seines Spiels .... kontinuierlich
zu steigern: Mit Fingerspitzengefühl formte der
Dirigent bei Gade die delikaten Übergänge
von kammermusikalisch exponierten Motiven, ohne dass
der musikalische Fluss ins Stocken geriet. Die Gegenüberstellung
der rhythmischen Passagen....und den grossflächigen
Klanglandschaften....erwies sich als belebend und sinnvoll...
Wie motivierend und inspirierend sich die Zusammenarbeit
mit einem langjährigen Musikprofi auswirken kann,
zeigte die Wiedergabe von Max Bruchs Violinkonzert....
Zismas Profil bedeutete eine grosse Herausforderung
für das Orchester. Das Berner Musikkollegium wusste
sich seiner Beredsamkeit zu stellen, es steuerte eigene
Akzente bei und nahm sich zurück...um dem raffinierten
Figurenwerk des Virtuosen Raum zur Entfaltung zu geben.
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Dvorak, "Thuner Tagblatt"
Nov. 2004 |
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Die Ausführenden begeisterten in Dvoraks Cellokonzert h-Moll. Die von der Konzertmeisterin Daniela Ianos-Lätsch angeführten Streicher musizierten mit Engagement, Sinn für Poesie und Verständnis für Dramatik.
Mathias Schranz' elegante Spielweise mit dem Orchester unter David Schwarb bildete ein spannungsvolles Klangbild. Trotz unterschiedlicher Tempowahl erlebten die zahlreichen Zuhöhrenden ein differenziertes Zusammenspiel zwischen Solist und Begleitung. |
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Gounod, Rota,
Massenet
"Der Bund" Montag, 24.11.2003
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....Das ergab eine
abwechslungsreiche, einesteils tänzerisch beschwingte
und andernteils auch in die Tiefe lotende Raritäten-Parade,
die vom Berner Musik-kollegium höchst achtbar in lebendigen
und subtil differenzierten Klang übersetzt wurde. Unter
der lockeren und stress-freien, aber trotzdem klar gliedernden
und begeistert motivierenden Stabführung des sympathisch
unaffektierten Dirigenten David Schwarb gestaltete das wohlvorbereitete,
rund sechzig Mitglieder zählende und von der Konzertmeisterin
Daniela Ianos-Lätsch sicher angeführte Instrumentalensemble
mit Feuer und Intensität, mit staunenswerter Präzision
und fühlbarem Engagement, mit Sinn für Poesie und
Verständnis für Dramatik.... |
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Gounod, Rota,
Massenet "Berner Zeitung" (BO) Mittwoch,
19.11.2003 |
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....Bereits
zu Beginn mit Charles Gounods Ballettsuite aus der «Faust»-Oper
«Margarethe» gelang es den Musikern, das
Publikum zu fesseln.
Leidenschaftlich, aufgestellt und tänzerisch musizierten
die Streicher und Holzbläser.....
....Das begeisterte Publikum dankte Orchester und Solisten
mit grossem
Beifall und entliessen Petru Iuga erst nach einer Solozugabe
von der Bühne.......
....Mit ausstrahlungskräftiger Gestaltungsfreude
brachten die Musiker «Der Sturm, Othello und Macbeth»,
dem drei Shakespeare-Dramen zu Grunde liegen,
zum Ausdruck. Orchester und Dirigent bewiesen bei der
Wiedergabe des
filigranen poetischen Klangbildes von bezaubernder Lyrik
und wechselnden
Stimmungen viel Einfühlungsfähigkeit und Präzision |
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9. Sinfonie Dvorak
"Der Bund" 19.11.01 |
| ...Das
von Dominique Roggen zielstrebig, rhythmusbetont und
mit klarer Zeichengebung geleitete Berner Musikkollegium
entledigte sich seiner heiklen Aufgabe mit durchaus
respektablem Gelingen, wobei immer dort, wo das technische
Können an Grenzen stiess, couragierter Einsatzwillen
und ausstrahlungskräftige Gestaltungsfreude in
die Bresche sprangen.... |
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Beethoven,
Chrysomalis, Rachmaninoff
"Der Bund" 28.03.00 |
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....Erstaunlich
und bereichernd ist es allemal festzustellen, mit welchem
Engagement und welcher Musizierfreude das über
neunzigjährige Berner Musikkollegium seine öffentlichen
Auftritte vorbereitet und zur Durchführung bringt.....
....Obwohl die Homogenität des Klangkörpers,
obwohl gewisse solistische Einsätze der einzelnen
Instrumentalisten nicht das Niveau eines reinen Berufsorchesters
erreichen, wird vom Berner Musikkollegium immer der
spontane und direkte Weg zum Publikum gefunden. Die
Darbietungen sind immer frisch, nie langweilig; sie
bieten auch immer wieder ungewohnte und volksnahe Perspektiven
- sicher mit ein Grund, dass sie stets gut besucht sind.... |
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