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Herbstkonzert 2010

  Spiez: 14. November, 17 Uhr
Bern: 18. November, 20 Uhr

Vorverkauf: ab 4. November bei der Apotheke Noyer, Schauplatzgasse 7

 

 
   
  Klavierkonzert mit Fabienne Romer

 

Ludwig van Beethoven
(1770-1827)

Vier Uraufführungen standen am 22. Dezember 1808 im «Theater an der Wien» auf dem Programm, allesamt von Beethoven komponiert und vom Meister selbst dirigiert: die 5. und die 6. Sinfonie, das 4. Klavierkonzert und die Chorfantasie. Begreiflich, dass dieses 4-stündige Konzert, aufgeführt in einem kalten Saal mit schlecht vorbereiteten Musikern, kein grosser Erfolg für Beethoven war.

Klavierkonzert Nr. 5

Aber: in den nächsten 60 Jahren konnte der Verlag Breitkopf&Härtel das Aufführungsmaterial der Fünften fast 1000 mal verkaufen. Und gut 100 Jahre später wurde die Sinfonie aufgrund ihrer Popularität und Bedeutung als erstes längeres Musikstück phonographisch produziert.

Auch heute ist dieses Werk immer noch eines der bekanntesten Werke der klassischen Musik.

Das viertönige Anfangsmotiv der Fünften ist zu Beethovens akustischer Visitenkarte geworden: Kurz und plakativ. Nie zuvor in der Musikgeschichte wurde der Hörer zwingender in das Geschehen einer Musik mit einbezogen. Der Formverlauf der Sinfonie ist durch Irrungen und Wirrungen bestimmt, an dessen Ende jedoch ein hell strahlendes Thema steht, das alles Vergangene, Zweifelnde, Grüblerische, Düstere und Kritische vertreibt – eine Apologie des Sieges über böse Mächte.

Sinfonie Nr. 5

Beethovens 5. und letztes Klavierkonzert entstand im allgemein äußerst schwierigen Jahr 1809. Europa befand sich mitten in den Napoleonischen Kriegen. Im April hatte Österreich Frankreich den Krieg erklärt.

Mitte Mai 1809 wurde Wien von den französischen Truppen unter Napoleon bombardiert und besetzt. Beethoven, im Zustand fortschreitender Taubheit, musste sich oft in den Keller zurückziehen, um sein Gehör zu schonen.

Trotz dieser widrigen Umstände: zu einer von Depressionen und Resignation gezeichneten Musik führten sie nicht, der Grundcharakter des Konzertes ist heroisch-optimistisch.

Gewidmet wurde es dem Erzherzog Rudolf, der Gönner und talentierter Schüler Beethovens war. Die Uraufführung fand erst 2 Jahre später, am 28. November 1811, in Leipzig statt. Beethoven war nun so schwerhörig, dass er den Solopart nicht mehr selbst spielen konnte.

 
Fabienne Romer

Fabienne Romer wurde 1984 in Luzern geboren. Den ersten Klavierunterricht erhielt sie mit acht Jahren. 2002 – noch ein Jahr vor ihrer Musikmatur an der Kantonsschule Wattwil – begann sie das Klavierstudium an der Musikhochschule Zürich bei Prof. Martin Christ.  Ab 2004 studierte sie in der Konzertklasse von Prof. Homero Francesch weiter und erlangte im Juli 2007 das Konzertdiplom mit Auszeichnung. Nach zwei einjährigen Studienaufenthalten in Paris bei Prof. Eugen Indjic und an der Königlichen Musikhochschule in Stockholm bei Prof. Staffan Scheja schloss sie ihre Studienzeit im Sommer 2009 erfolgreich ab und tritt seither regelmässig als Solistin, Kammermusikerin und Liedbegleiterin in der Schweiz und in Schweden auf.

Ihr Schweizer Debüt mit der schwedischen Liedpartnerin Janna Vettergren wurde in der Presse als „schlicht eine echte Sternstunde“ rezensiert.

Fabienne Romer gewann erste und weitere Preise am Schweizer Jugendmusik-Wettbewerb, u.a. den Bärenreiter Spezialpreis. 2007 erhielt sie zusammen mit der Mezzosopranistin Antonia Frey beim Kiwaniswettbewerb für Liedduo einen Anerkennungspreis. Im August 2010 gehörte sie im Duo mit Josiane Marfurt zu den Finalisten des international renommierten ARD-Musikwettbewerbs und wurde mit dem IFP-Sonderpreis für herausragende Leistung im Fach Klavierduo ausgezeichnet. In diesem Zusammenhang trat sie mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Christoph Poppen im ausverkauften Herkulessaal in München auf.