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Herbstkonkzert 2009

  Spiez: 15. November, 17 Uhr, Gemeindezentrum Lötschberg  
  Bern: 20. November, 20 Uhr, Französische Kirche  
   
  Solist: Radovan Vlatkovic

 
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840-1893)

Walzer aus dem Ballett Dornröschen

Dornröschen war zu Tschaikowskys Lebzeiten sein erfolgreichstes Ballett. Heute wird es eher selten aufgeführt. Dies liegt vor allem in der Länge des Werkes – knapp drei Stunden – wie auch in der grossen Besetzung: über 50 solistische Rollen müssen besetzt werden. Dazu kommen das Ensemble, aufwändige Bühnenbilder, unzählige Kostüme und das grosse Orchester. Nicht erstaunlich, dass die Musik heute öfter im Konzertsaal in Form von einer Suite zu hören ist als auf der Bühne.

   
Reinhold Moritzewitsch Glière (1874-1956)

Konzert für Horn und Orchester

Glière war der Sohn eines Blasinstrumentenbauers aus Sachsen und einer Polin, die nach Kiew ausgewandert waren. 1891 bekam er den ersten Violinunterricht in Kiew, ab 1894 Unterricht in Moskau, vor allem Komposition. Glière unterrichtete an mehreren Musikschulen, zuletzt in Moskau. Sein bekanntester Schüler war Prokofiew. Glière passte sich der politischen Situation der Stalinzeit an. Sein Stil ist traditionsverbunden, unberührt von den musikalischen Umwälzungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Melodik ist an folkloristischen Wendungen orientiert, die Harmonik typisch russische Romantik. Sein Hornkonzert ist eines seiner meistgespielten Werke.

   
Edvard Grieg (1843-1907)

Die Inspiration für Griegs Komponieren war eine Volksliedersammlung, die um 1850 veröffentlicht wurde.

Sinfonische Tänze

Auch bei den sinfonischen Tänzen, einem Spätwerk, wurde er von dieser Sammlung inspiriert. Sie wurden 1896 als vierhändiges Klavierstücke geschrieben, die Orchestrierung dauerte dann noch zwei Jahre. Obschon es sich um Tänze handelt, war Grieg kompromisslos in Bezug auf die Aufführung: sie durften nicht getrennt aufgeführt werden, sondern sollten als organische Einheit betrachtet werden. Das verhinderte nicht seine Erkenntnis, dass in den Tänzen bei aller raffinierten Harmonik und Klangfarbe zu viele Wiederholungen auftauchten. Deshalb bat er seinen Verleger, einige davon zu streichen. Die melodische Schönheit der Sinfonischen Tänze hat ihnen einen sicheren Platz im Orchesterrepertoire gesichert.

   

Radovan Vlatković

Der Solist Radovan Vlatković stammt aus Kroatien. Schon als 6-jähriger bekommt er während eines zweijährigen Amerika Aufenthalts Hornunterricht. Danach studierte er zunächst in Zagreb, anschliessend an der Nordwestdeutschen Musikakademie in Detmold. 1982  - 1990 war er erster Hornist im Radio-Symphonie-Orchester Berlin, danach rege Tätigkeit als Solist im In-und Ausland.  Ab 1992 auch als Professor tätig: vorerst an der Musikhochschule in Stuttgart, danach am Mozarteum in Salzburg, seit 2006 an der Zürcher Hochschule der Künste.

Radovan Vlatković gilt als einer der berühmtesten Hornisten der Welt.