Home
aktuell
Vorschau
Rückschau
Jubiläumskonzert
Pressestimmen
Dirigent
Konzertmeisterin
Mitglieder
Kalender
Proben
Vorstand
  Mitgliedschaft
   
 
Aktuell
Herbstkonzert 2008

     
  Spiez: Sonntag 9. November 2008, Lötschbergsaal  
  Bern: Donnerstag 13. November 2008, Französische Kirche  
     
Johannes Brahms (1833-1897)

Akademische Festouvertüre

Brahms weilte 1853 für einige Zeit in Göttingen, wo er nebst dem Komponieren viel wanderte, trank und mit den Studenten zusammen ihre Lieder sang. An diese Zeit muss er sich wohl erinnert haben, als ihm am 11. März 1879 von der Universität Breslau die Würde eines Ehrendoktors verliehen wurde. Er bedankte sich mit der Akademischen Festouvertüre, die er  zusammen mit ihrem Gegenstück, der tragischen Ouvertüre  in Bad Ischl komponierte. Die eine weint, die andere lacht, schrieb Brahms, und charakterisierte das lachende Werk als ein sehr lustiges Potpourri von Studentenliedern à la Suppé. Im Schlussteil triumphiert das studentische «Lied der Lieder», Gaudeamus igitur.

   
Carl Maria von Weber (1786-1826)

Klarinettenkonzert f-moll

Weber liebte die Klarinette und widmete diesem Instrument gleich mehrere Kompositionen. Dies erklärt sich damit, dass Joseph Bärmann, der wohl berühmteste Klarinettist seiner Zeit, mit ihm gut befreundet war. Zusammen unternahmen sie mehrere Konzertreisen, so auch in die Schweiz. Aber auch als Pianist und als Dirigent war Weber oft unterwegs. Daneben war er Kapellmeister, Direktor

   
Darius Milhaud (1892-1974)

Scaramouche

Milhaud war ein Vielschreiber, der in allen traditionellen Musikgattungen arbeitete. Geboren in der Provence, begann er schon früh mit dem Musikstudium und schrieb eigene Kompositionen. In Paris setzte er seine Studien fort und lernte den Komponisten Arthur Honegger und den Dichter Paul Claudel kennen. Als dieser 1916 als Botschafter nach Rio de Janeiro entsandt wurde, begleitete ihn Milhaud als sein Attaché. Dort lernte er die brasilianische Folklore kennen, die seine Musik stark beeinflussen sollte, unter anderem auch in Scaramouche. Diese kurze, 3-sätzige Suite ist original für 2 Klaviere geschrieben. Milhaud selber bearbeitete dieses populäre Werk für verschiedenste Instrumente und Ensembles. Scaramouche ist eine komische Figur des alten italienischen Volkstheaters, ein grossmäuliger Abenteurer und Aufschneider aus Neapel.

 
William Grant Still (1895-1978)

Afro-American Symphony

Still gilt als Meister der afroamerikanischen Komponisten. Er verschmolz in seiner Musik melodisch-rhythmische Elemente seiner Herkunft (Blues, Gospel) mit traditionellen Formen europäischer Prägung. Sein heute noch bekanntestes Werk ist die Afro-American Symphony, die erste Sinfonie, die von einem schwarzen Amerikaner geschrieben wurde. Sie wurde 1931 mit dem Rochester Philharmonic Orchestra uraufgeführt und 1935 in der Carnegie Hall in New York gespielt. Still stammt aus Mississippi. Als Kind bekam er Violinunterricht, sollte aber Medizin studieren. Doch er begann Lieder zu komponieren und sich musikalisch weiterzubilden. Während dieser Zeit verdiente er sich seinen Lebensunterhalt als Oboist im Orchestergraben eines Musicals in New York. Bald war er geschätzter Arrangeur, Komponist und Dirigent. Still gab seiner Sinfonie die Untertitel Verlangen, Kummer, Humor, Streben. Eine Melodie, am Anfang vorgetragen vom Englischhorn, taucht variiert immer wieder auf: mal melancholisch, mal witzig, mal majestätisch. Sie enthält die doppeldeutige Tonalität und den swingenden Rhythmus des Blues. Bilder von baumwollpflückenden Schwarzen tauchen auf, eine Jazzband, die endlose Weite des Mississippi-Deltas.

  Brigitte Kunz-Burkhalter
Brigitte Kunz-Burkhalter studierte an der Musikhochschule Bern bei Kurt Weber, wo sie im Jahre 2000 mit dem Lehr- und Orchesterdiplom abschloss. Nach weiterführenden Studien bei Hans Rudolf Stalder in Zürich absolvierte sie im Jahre 2003 am Conservatoire de Lausanne den Solistendiplomabschluss bei Frédéric Rapin. Brigitte Kunz-Burkhalter besuchte Meisterkurse u.a. bei Hans Deinzer, Sabine Meyer, Thomas Friedli, Alfred Prinz, Guy Deplus, Wolfgang Meyer und Michel Lethiec. Sie ist Preisträgerin des Wettbewerbes des Lyceum Club International de Suisse. Neben der Mitwirkung in verschiedenen Kammermusikformationen und Orchestern spielt Brigitte Kunz-Burkhalter als Zuzügerin im Berner Symphonieorchester. Als Solistin ist sie unter anderem mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne und dem Philharmonischen Orchester Budweis aufgetreten. Ihre Konzerttätigkeit führte sie verschiedentlich auch ins Ausland, so zuletzt im Herbst 2007 anlässlich einer Konzerttournée in Tschechien mit dem Vlach Quartett Prag. Als Klarinettenlehrerin unterrichtet Brigitte Kunz-Burkhalteran den Musikschulen Langenthal und Huttwil.