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Herbstkonzert 2006:

     
 

Spiez: 12. November 2006

 

Bern: 24. November 2006

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Robert Schumann (1810 - 1856)
  Klavierkonzert a-moll

Kaum in einem anderen Orchesterwerk hat sich Schumann so vollendet geäussert wie in diesem Konzert. Es gilt als eines der bedeutendsten seiner Art nach Beethoven und wohl als schönstes der romantischen Zeit.

Das Klavier steht im Mittelpunkt, und Schumann entlockt ihm Klangkombinationen und Wendungen, die für diese Zeit unerhörtes bedeuteten. Aber er beherrscht auch den Orchesterklang. Dabei ist das Orchester eng mit dem Solo verzahnt und nicht blockhaft einander gegenüberstellt, wie dies in den damaligen Virtuosenkonzerten üblich war. Das Clavier ist auf das feinste mit dem Orchester verwebt - man kann sich das Eine nicht denken ohne das Andere, schreibt Clara Schumann in ihr Tagebuch. Diese Verschmelzung von Orchester und Klavier macht allerdings die Interpretaton des Werkes nicht ganz einfach.

 

Sir Arthur Sullivan (1842-1900)


Sinfonie in E

Der Engländer Sullivan ist bei uns ein eher unbekannter Komponist. Selbst seine komischen Opern, mit denen er das bürgerliche England im ausgehenden 19. Jahrhundert begeisterte, sind bei uns kaum zu hören.

Eigentlich wollte er «seriöse» und «ernste» Musik schreiben, die Arbeit an den Opern liessen dies jedoch nicht zu. Seine erste und einzige Sinfonie entstand nach einer Irlandreise, deshalb nannte er sie die Irische. Sie wurde 1866 in London uraufgeführt, und die Times berichtete: das beste musikalische Werk, welches seit langem von einem englischen Komponisten geschrieben worden ist. Bei uns ist sie kaum je zu hören. Schade, sie ist es wert, aufgeführt zu werden.

Unser Solist ist schon 2 x mit dem BMK aufgetreten: in Gershwins Rhapsody in Blue und im 2. Klavierkonzert von Rachmaninov.

Gabriel Walter  wurde 1975 in Winterthur geboren, wuchs aber in Bern auf. Schon früh lernte er Klavier, später auch Schlagzeug spielen. Nach dem Gym Neufeld begann er sein Klavierstudium bei Jürg Wittenbach in Basel, wo er mit dem Konzertdiplom abschloss. Er hat schon bei mehreren Projekten mitgewirkt, unter anderem mit dem Sinfonieorchester Basel und der Basel Sinfonietta, aber auch als Jazzpianist beim Jazzfestival in Willisau.

Übrigens: Gabriel Walter ist der Sohn unseres Oboisten.