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Frühlingskonzert 2008:

   
  Solist: Andreas Graf  
 

Bern: Freitag, 14. März 2008, 20 Uhr, Französische Kirche

 

Schönbühl: Samstag, 15. März 2008, 20 Uhr, Zentrumssaal im Gemeindehaus

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Camille Saint-Saëns (1835-1921)

 

Sinfonie F-Dur Urbs Roma
Saint-Saëns galt als Wunderkind. Kaum konnte er als 3-jähriger Klavierspielen, schrieb er auch schon die ersten Stücke. Mit 10 trat er als Klaviersolist mit Mozarts B-Dur - und Beethovens 3.Klavierkonzert auf und wurde als französischer Mozart gefeiert. Er komponierte 5 Sinfonien. Sein Ziel war, ein französischer Beethoven zu werden, um die Gattung Sinfonie beim französischen Publikum beliebter zu machen. Die F-Dur Sinfonie ist die dritte seiner Sinfonien. Er komponierte sie, um sich damit beim Prix de Rome zu bewerben. Den Preis erhielt er nicht. Wohl aus Enttäuschung hat er sie zurückgezogen. Zu unrecht. Viele Kritiker bezeichnen sie heute als die reifste seiner Sinfonien.

 

Gabriel Fauré (1845-1924)


Pavane
Fauré war Schüler von Saint-Saëns. Zuerst als Organist in Rennes tätig, ab 1870 in Paris. 1888 übernahm er am Consérvatoire eine Kompositionsklasse und war Lehrer von Maurice Ravel. Fauré schuf nur wenige Orchesterwerke, die Pavane ist eines der bekanntesten. Sie ist sehr delikat instrumentiert, mit einer lyrisch fliessenden, geschmeidigen Harmonik, deren Klänge dem Impressionismus den Weg bereiteten. Debussy schätzte dieses Werk sehr.

Edouard Lalo (1823-1892)


Cello Konzert
Lalo studierte zuerst in Lille, ab 1839 in Paris am Consérvatoire. Seine ersten Kompositionen - Lieder und Kammermusik - hatten wenig Erfolg. Der Durchbruch kam schliesslich mit seinem 1. Violinkonzert, das vom berühmten spanischen Virtuosen Pablo de Sarasate uraufgeführt wurde. Er war auch der Solist bei der Uraufführung von Lalos berühmtesten Werk, der Symphonie espagnole. Nebst diesem Werk erinnert heute noch das Cellokonzert an den Komponisten - ein beschwingtes, geistvolles Werk mit typisch lyrischen Cellopassagen. Das Werk verrät die Herkunft des Komponisten: Seine Eltern waren Spanier.

 

Andreas Graf spielte bereits vor 11 Jahren mit uns das Saint-Saëns Cellokonzert, und wer damals dabei war wird sich sicher noch erinnern, mit welch jugendlichem Ungestüm er an der 1. Probe dem Orchester davonspielte. Er debütierte bereits mit 15 Jahren an den Spiezer Schlosskonzerten, wurde zweimal Erstpreisträger beim Schweizerischen Musikwettbewerb und wurde mit dem Thuner Kulturförderpreis ausgezeichnet. Seither ergab sich eine Zusammenarbeit mit verschiedensten Orchestern des In- und Auslandes, nebst einer intensiven kammermusikalischen Tätigkeit. Im Herbst 2007 hat er eine Stelle im Berner Sinfonieorchester angetreten. Wir freuen uns, mit einem so hochrangigen und sympatischen Solisten zusammenarbeiten zu können.

 
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