Rückschau Frühlingskonzert 2004
         
Frühlingskonzert 2004: alles in Moll
     
 

Ist das nicht traurig? Nicht langweilig?
Keine Angst: für Abwechslung ist auch bei diesem Programm gesorgt.
Und Moll kann auch mal recht fröhlich und lebendig sein
.

 
     
         
 

Franz Schubert
(1797 - 1828)



Ouvertüre in e-moll

 
 

Max Bruch
(1838 - 1920)



Violinkonzert Nr. 1

 

 
         
 

Niels W. Gade
(1817 - 1890)



Sinfonie Nr. 1 c-moll

 

 

Solist Daniel Zisman:

 
 
   
  Aufführungen:

Freitag, 26. März 2004, 20.00 Uhr,
Bern Französische Kirche


Samstag, 27. März 2004 20.00 Uhr,
Schüpfen, Kirchgemeindehaus Hofmatt
 
   
  Einiges haben sie gemeinsam, die beiden Komponisten Gade und Bruch:
Zu Lebzeiten bekannt und viel gespielt, nach dem Tode aber eher in Vergessenheit geraten. Und beide komponierten einige wenige Werke, die unsterblich sind und immer wieder aufgeführt werden. Bei Gade ist es vor allem die Ossian-Ouvertüre und die 1. Sinfonie (von insgesamt 8), bei Bruch sein 1. Violinkonzert. Es war seine erste grössere Komposition für Orchester und dementsprechend bereitete sie ihm auch Mühe. 4 Jahre arbeitete Bruch an diesem Konzert, revidierte es immer wieder und suchte Rat bei bekannten Geigenvirtuosen. So auch bei Joseph Joachim, dem er schliesslich das Konzert widmete und der es 1868 auch aus der Taufe hob.

Gade errang mit der Uraufführung seiner 1. Sinfonie durch Mendelssohn 1842 in Leipzig einen durchschlagenden Erfolg. Dieser bildete den Grundstein für seinen raschen Aufstieg zum Musikdirektor der Leipziger Gewandhauskonzerte.
Es gelang Gade, erstmals national gefärbtes Liedgut (spätmittelalterliche skandinavische Volkslieder) in die grosse Form einer Sinfonie einzubringen.