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Herbstkonkzert 2011

  Spiez: 13. November, 17 Uhr, Gemeindezentrum Lötschberg  
  Bern: 25. November, 20 Uhr, Französische Kirche  
   
  Solist: Matthias Schranz

 
Edward Elgar (1857-1934)

Edward Elgar ist der bedeutendste Komponist der englischen Romantik. Als Sohn eines Musikalienhändlers und Organisten wuchs er in bescheidenen Verhältnissen auf. Klavier, Violine und Fagott lernte er vorwiegend autodidaktisch. Als Nachfolger seines Vaters im Organistenamt lebte er von 1885 - 1889 in Worcester. 1989 heiratete er seine Geigenschülerin Caroline Alice Roberts und lebte mit ihr zurückgezogen auf seinem Landsitz in Sussex.

Cellokonzert

Ihr Tod 1920 traumatisierte ihn
so stark, dass er Depressionen erlitt und bis zu seinem Tod 1934 kaum mehr komponierte. Berühmt wurde Elgar mit dem Orchesterwerk Enigma-Varitionen, 1899 uraufgeführt, und den Pomp and Circumstance - Märschen, von denen der erste die inoffizielle
Landeshymne von England geworden ist. Das Cellokonzert schrieb Elgar 1918/19, auf dem Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens. Es sollte seine letzte grosse Komposition sein. Er selber fand das Konzert gut und lebendig. Die Uraufführung unter seiner Leitung war allerdings wegen ungenügender Proben ein Fehlschlag. Heute gilt das Werk als eines der ganz grossen Cellokonzerte und gehört ins
Repertoire eines jeden namhaften Solisten.

   
Antonín Dvorák (1841-1904)

Dvorak

Antonin Dvorak ist der vielseitigste und populärste Komponist der tschechischen nationalen Schule. Sein Name tauchte ab 1870 in vielen Konzertsälen Europas auf, und viele bedeutende Dirigenten nahmen sich seiner Werke an. So auch Hans Richter, auf dessen Anregung Dvorak die 6. Sinfonie für die Wiener Philharmoniker
schrieb.

Sinfonie Nr. 6

Die geplante Uraufführung in Wien geriet aber zu einem Desaster: Die
Musiker weigerten sich nach einem ersten Durchspiel aus patriotischen Gründen, das Werk zu spielen: gerade war zwischen der tschechischen und der böhmischen
Bevölkerung ein alter prachenstreit wieder aufgeflammt. Und das thematische Material der Sinfonie ist stark folkloristisch geprägt. So wurde die Sinfonie 1881 in Prag uraufgeführt, mit grossem Erfolg, so dass das Werk bald in vielen Konzertsälen Europas zu hören war. Von seiner Frische und Lebendigkeit hat es bis heute nichts eingebüsst.

   

Matthias Schranz

Matthias Schranz

Matthias Schranz, in Bern geboren, studierte Violoncello in Basel bei Thomas Demenga und in der Konzertklasse von Reinhard Latzko. 2001 schloss er sein Studium mit dem Konzertdiplom ab. Konzerte als Kammermusiker und Solist führen ihn regelmässig durch die Schweiz und ganz Europa.

Das vielseitige musikalische Interesse von Matthias Schranz zeigt sich in seiner intensiven Beschäftigung mit Improvisation, dem a-cappella-Gesang, als Leadsänger, Gitarrist und Komponist der inzwischen europaweit bekannten Rockband Disciples, von der unter seiner musikalischen Leitung bereits zwei CD’s erschienen sind.

 

 

Dirigent: Roberto Fabbroni wurde 1967 in Argentinien geboren. Klavier- und Kompositionsstudien sowie Orchesterleitung an der Universidad Nacional de Rosario. Erste Gastdirigate ab 1991 in Argentinien, Chile und USA. 1995 legte er sein Master's Degree in Orchesterdirektion am Peabody Conservatory of Music der Johns Hopkins University in Baltimore, USA, unter dem berühmten Lehrer Frederick Prausnitz ab. Kurz darauf wurde er als einer von fünf aktiven Teilnehmer für die Meisterklasse von Kurt Masur am Teatro Colón in Buenos Aires zugelassen. Auf Einladung von Daniel Barenboim studierte er von 1996 bis 1998 unter ihm an der Deutschen Staatsoper Berlin. 2002 wurde Roberto Fabbroni zum künstlerischen Leiter des Orquesta de Cámara Municipal de Rosario gewählt - ein exklusives Kammerensemble, mit dem er sich seither in Rosarios Kulturleben etabliert hat.

Heute lebt Roberto Fabbroni zusammen mit der Geigerin Mirjam Tschopp in der Schweiz.